Boarding completed (Tesla Model X 90D)

Heutzutage verbindet man mit der Marke Tesla häufig Unfälle, die durch den Autopilot verschuldet werden. Das geht so weit, dass der Verkehrsminister Dobrindt mit der Entziehung der Straßenzulassung für die Marke droht. Harsche Vorwürfe für ein Technologieunternehmen, das als Innovator für die Bereiche Elektromobilität und neue Technologien gesehen werden möchte. Ich wollte die Vorurteile mal vergessen und habe selbst ins Steuer des Elektro-SUV Tesla Model X gegriffen, um von meinen Erfahrungen zu berichten.

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Noch bevor ich in das Fahrzeug einsteige, merke ich, dass hier alles anders läuft. Der Schlüssel beispielsweise erinnert an die Silhouette des Stromers. Ich drücke den seitlichen Knopf und die Flügeltüren im Fond fahren gegenläufig hoch. Eigentlich wollte ich nur die Fahrertür öffnen, aber dafür hätte ich mich nur dem Auto nähern müssen und auch der Schließvorgang passiert automatisch beim Betätigen des Bremspedals.

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Ich steige ein und bemerke die luftige Atmosphäre, die sich im Cockpit offenbart. Die Frontscheibe erinnert nämlich eher an ein Raumschiff, als an eine übliche Frontscheibe. Der Blick auf den Tacho verrät mir, dass das Fahrzeug bereit zum losfahren ist.

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Schnell ist der Wahlhebel auf „D“ gestellt und das Elektro-SUV setzt sich in Gang. Das Drücken eines Start-Knopfes entfällt gänzlich.

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Da ich normalerweise eher an die Sound-Kulissen von Verbrennermotoren gewöhnt bin, war ich zunächst wieder einmal verblüfft, dass man nur die Abrollgeräusche der Reifen hört. Doch stille Gewässer sind bekanntlich tief – oder in diesem Falle eher sehr schnell! Fünf Sekunden vergehen, bevor ich auf dem Digitaltacho eine dreistellige Zahl erkenne.

Doch um Geschwindigkeit geht es mir bei dieser Testfahrt weniger, auch wenn die 525 PS bei einem Gewicht von rund 2,4 Tonnen sehr charmant erscheinen. Der Fokus liegt heute auf neuen Technologien, wie beispielsweise den angesprochenen Autopiloten. Zweimaliges Ziehen am linken Wahlhebel lassen das Signal ertönen – der Kalifornier weiß jetzt dank seinen Sensoren, wo es lang geht. Bald auch mit 360-Grad-Kamera, um die Sicherheit zu erhöhen.

Sobald ich an der Kreuzung losfahre, ohne das Lenkrad zu berühren, blicke ich fasziniert auf den Tacho und sehe die Virtualisierung eines LKWs, welcher vor mir fährt. Wahrlich verblüffend, mit welcher Genauigkeit die Details erfasst werden.

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Faszinierend ist auch die oben bereits angesprochene Geräumigkeit im Innenraum des Fahrzeuges, die ihren Höhepunkt darin entfaltet, dass bis zu sieben erwachsene Personen ohne Probleme Platz darin finden.

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Zudem gibt es statt einem sogar zwei Kofferräume, denn die Batterie sitzt unter den Passagieren.

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Den einzigen Wermutstropfen bei so viel Technik stellt der Preis dar. Zwar geht es bei dem von  mir gefahrenen 90D ab 109.400 Euro los, jedoch landet man mit sehr guter Ausstattung schnell bei 160.000 Euro. Wer aber mit einer Basis-Motorisierung leben und auf Ausstattung verzichten kann, der wird ab 86.300 Euro glücklich. Von überteuert kann man bei dem Auto jedoch nicht sprechen, da neuste Technik ihren Preis hat. Ob ein Biowaffen-Abwehrsystem für den typischen Model X-Käufer von Bedeutung ist, muss jeder selbst entscheiden.

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