Ein Abenteuer auf der Nordschleife

Es ist gerade mal 6.30 Uhr am Morgen. Mit einem Mal bin ich hellwach. Und das hat einen guten Grund. Ich wurde soeben vom Sound des roten Porsche GT3 vor meinem Hotelzimmer geweckt, der bereits wieder in seine Heimat Schweden aufbrach. Von so einem krassen Klang lasse ich mich doch gerne wecken. Nach kurzem Schlaf – nach dem gestrigen VLN Rennen am Nürburgring – zwar nicht die längste Nacht, aber ich bin dennoch extrem motiviert aufzustehen: Heute fahre ich nämlich selbst auf der Nordschleife!

Durch die Gardinen schimmert bereits Sonnenlicht, nach dem Starkregen gestern beim Rennen irgendwie kaum zu glauben.

Nach einem ausgewogenen Frühstück im Hotel geht es für meine Freundin Anna und mich also los in Richtung Nordschleife. Wir sind dort mit zwei befreundeten Fahrern verabredet, die uns die Strecke erklären und uns ihre Autos zur Verfügung stellen wollen.

Als wir an dem Treffpunkt ankommen, ist es bereits sehr voll, die Parkplätze sind gefüllt mit Autoliebhabern, die entweder als Zuschauer gekommen sind oder selbst, als Fahrer oder Beifahrer, ein paar Runden drehen wollen.

Nordschleife4

Die ersten zwei Runden fahre ich selbst auch erst einmal als Beifahrer mit. Mein erstes Mal Nordschleife! Ich bin total gespannt und mein Herz klopft wie wild. Kurz die Karte an der Schranke einscannen lassen, dann geht es auch schon los: Wow, was für eine Beschleunigung!

Endlich einmal nicht nur als Zuschauer am Ring! Endlich einmal selbst im Cockpit sitzen!

Ich kann mich noch an mein erstes Rennen als Zuschauer am Nürburgring erinnern… Ich war begeistert davon, gleichzeitig konnte ich mir aber gar nicht so richtig vorstellen, wie riesig die Strecke eigentlich ist und was für Herausforderungen sie birgt. Jetzt jedoch sehe ich die Strecke nicht nur aus der Ferne, jetzt kann ich sie fühlen, spüren, erleben!

Nordschleife1

Nach ein paar Runden als Beifahrer kommt mir die Strecke schon viel vertrauter vor und ich möchte es nun doch selbst einmal wagen und mich hinter das Steuer des BMW M3 (E36) setzen. Ich bin zwar schon oft auf den verschiedensten Rennstrecken gefahren, dennoch habe ich Respekt vor dieser neuen Herausforderung: Hat mein Herz eben noch wild geklopft, so hat es jetzt angefangen laut zu hämmern.

Dann geht es los, Carl, der Besitzer des Wagens, hat mich schon vorher bestens auf diesen Augenblick vorbereitet und leistet mir nun als Beifahrer Unterstützung. Mit dem Auto bin ich bereits vertraut und ich fühle mich bereit für meine erste Runde Nordschleife.

Nordschleife3

Die erste Runde: ein echter Adrenalinrausch für mich! Die Strecke mit knapp 21 Kilometer Länge ist der absolute Wahnsinn und macht ihrem Spitznamen „Grüne Hölle“ alle Ehre.

Wie alle Dinge, die schön sind, geht auch dieses aufregende Erlebnis viel zu schnell zu Ende. Spätestens Anfang August werde ich aber wieder vor Ort anzutreffen sein, diesmal zum GT-Masters. Solange muss ich mich noch gedulden, aber wie sagt man so schön: Vorfreude ist die schönste Freude!

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