Stürmische Zeiten beim VLN-Rennen

Es ist Samstag, der 25. Juni 2016, ein paar Tage nach Sommeranfang. Das Wetter erinnert aber eher an einen grauen Herbsttag. Es ist nass. Es ist kalt. Es ist nebelig.

Trotzdem lassen meine Freundin Anna und ich uns die gute Laune nicht verderben. Wir sind dieses Wochenende mal wieder am Nürburgring zu Gast. Diesmal zur VLN-Langstreckenmeisterschaft.

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Es ist früh am Morgen, Anna und ich sind bereits auf den Beinen. Wir wollen das Qualifying sehen. Es regnet ununterbrochen und nun steht natürlich noch aus, ob das Rennen unter diesen Bedingungen überhaupt stattfinden kann.

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Mit siebzig Minuten Verspätung geht es dann aber doch los. Volle neunzig Minuten lang geben die Fahrer bei schwierigsten Wetterbedingungen und schlechter Sicht alles und stellen ihr Können unter Beweis.

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Die Wetterprognose sieht düster aus. Nach längerer Überlegung und diversen Gesprächen mit den verschiedenen Rennteams, dann die Entscheidung der Rennleitung: die VLN-Langstreckenmeisterschaft soll nach zwei Einführungsrunden um 13.17 Uhr starten. Erleichterung bei den Zuschauern, Skepsis unter den Fahrern…

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Dicker Wassernebel auf der Strecke lässt kaum die vorbeifahrenden Fahrzeuge erkennen.Respekt! Hier ist echtes fahrerisches Können gefragt!

Nun heißt es Daumen drücken, das alles gut geht – und das vier Stunden lang! Trotz des vierten heißen Kaffees sind meine Freundin und ich total durchgefroren.

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Kälte… Nässe…Starkregenschauer… Ich habe das alles fast ausgeblendet. Meine Begeisterung für Autorennen lässt mich solche „Nebensächlichkeiten“ einfach vergessen.

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Nach vier Stunden Schwerstarbeit haben es die Fahrer schließlich geschafft und es gibt großen Jubel im Team Land-Motorsport. Christopher Mies und Conner De Phillippi feiern im Audi R8 LMS im vierten Lauf den 20. Sieg in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (Traditionsrennstall Wolfgang Land,Westerwald), gefolgt von Kenneth Heyer und Sebastian Asch im Mercedes-AMG GT3 (Zakspeed-Team). Dritte wurden Martin Ragginger und Wolf Henzler im Porsche 911 GT3 R (von Falken).

Trotz des Wetters war es mal wieder ein super Event am Ring. Jetzt freue ich mich erstmal auf eine heiße Dusche im Hotel. Und dann heißt es Daumen drücken, dass das Wetter morgen besser wird. Da fahre ich nämlich das erste Mal selbst auf der Nordschleife! Ich kann es kaum erwarten…

 

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