Das 24h Rennen 2016 am Nürburgring

Samstag, 28. Mai 2016. 04.30 Uhr am Morgen, mein Wecker klingelt! Sofort bin ich hellwach, denn seit Wochen freue ich mich auf diesen Tag. Das berühmte 24h-Rennen steht an! Die Tasche steht gepackt bereit, ich will so früh wie möglich starten.

Eine Stunde später starte ich den Motor meines Fahrzeuges und fahre Richtung Autobahn. Das Navi zeigt fünf Stunden Fahrzeit an. Für dieses Event ist mir kein Weg zu weit! Auf halber Strecke hole ich meine Freundin Elena ab, die mich auf das Rennen begleitet.

Da fahren wir nun… Zwei Mädels auf dem Weg zum Autorennen… Kommt selten vor, gibt es aber wie ihr merkt. Die Fahrt über haben wir eine super Laune, der selbst ein mega Stau nichts anhaben kann.

Gegen Mittag erreichen wir den Nürburgring. Endlich! Wenig Schlaf, lange Fahrt, langer Stau… Alles vergessen, als ich die heftigen Motorengeräusche höre. Jedes Mal das gleiche: Sobald ich auf die Rennstrecke komme, kribbelt es in meinem Bauch und mein Puls beschleunigt wie die Rennwagen.

Auch das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Der Himmel ist strahlend blau und das Thermometer zeigt sommerliche 28 Grad Celsius an.

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Zur Startaufstellung begleiten wir Fahrer und Fahrzeuge auf die Pitlane.

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Rennwagen aus nächster Nähe! Rassig, bunt, laut…

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Schnell kommen wir mit mehreren Fahrern ins Gespräch. Wir erfahren jede Menge Details zum Rennablauf.

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Pünktlich zum Rennstart wird der Himmel dunkler und dunkler…

Elena und ich suchen uns einen Platz auf der Tribüne. Von dort aus haben wir direkte Sicht auf die Startaufstellung. Auf den Tribünen herrscht eine super Stimmung; die Besucher sind gut drauf und alle freuen sich auf ein spannendes Rennen.

Dann geht es los. Die Geräuschkulisse der beschleunigenden GT3-Boliden ist einfach der Wahnsinn, Gänsehautfeeling pur!

Kurz nach dem Start fängt der Regen an, gefolgt von einem kräftigen Gewitter. Eben noch Sommerhitze, jetzt der Temperatursturz auf ungemütliche 10 Grad Celsius.

Das Sommergewitter entwickelt sich zum Unwetter. Die Sichtverhältnisse auf der Strecke sind katastrophal. Nun auch noch ein Hagelschauer! Irgendwie passt der Name „Grüne Hölle“ heute ganz besonders gut. Das Wasser sammelt sich auf der Fahrbahn, einige Autos kommen von der Piste ab. Die Steigung zum Adenauer Forst ist für die meisten Fahrzeuge nicht mehr zu bewältigen, die Räder drehen durch. Selbst 500 PS starke GT3-Rennwagen, wie z.B. der Audi R8 LMS, bewältigen die Steigung nur noch im Schritttempo.

Nach nur vierzig Minuten bricht die Rennleitung ab. Zum Glück wird kein Fahrer verletzt.

Keiner weiß, wie lange die Unterbrechung dauert…

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Drei ganze Stunden vergehen, bis schließlich erneut grünes Licht gegeben und das Rennen fortgesetzt wird.

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Endlich! Um 19:20 Uhr geht es weiter! Zur Sicherheit der Fahrer gibt es drei Einführungsrunden. Bis zum Ende des Rennens gibt es keine weiteren Zwangspausen mehr. In den Schlussminuten steigt die Spannung noch einmal extrem. Gleich vier der AMG GT3 Fahrzeuge überqueren kurz hintereinander die Ziellinie und belegen die Plätze 1 bis 4.

Müde aber doch sehr zufrieden machen Elena und ich uns auf den Heimweg. Trotz der Zwischenfälle war es eine tolle Zeit und wir werden auch im nächsten Jahr definitiv wieder dabei sein.

Mal sehen, mit was uns die grüne Hölle dann so alles überrascht…

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